Brand- und Explosionsschutz

Betrieblicher Staubexplosionsschutz

In zahlreichen Industrien kann beim Umgang mit brennbaren Stoffen sowie in Verbindung mit Sauerstoff ein explosionsfähiges Gemisch entstehen. Auch bei der Verarbeitung von Getreide fällt unweigerlich Staub als Anhaftung von Partikeln sowie als Abrieb und schließlich als Mehl an. Dieser Staub kann, aufgewirbelt in der Luft, ein explosionsfähiges Gemisch bilden und – gezündet durch eine wirksame Zündquelle – eine Explosion verursachen.

Die Feststellung des Vorhandenseins von explosionsgefährdeten Bereichen basiert auf der durch den Arbeitgeber durchzuführenden tätigkeitsbezogenen Gefährdungsbeurteilung gemäß Arbeitsschutzgesetz und weiterführend auf der Gefährdungsbeurteilung gemäß Gefahrstoffverordnung und der Betriebssicherheitsverordnung. Die Gefährdungsbeurteilung wurde als zentrales Element für die Festlegung von Schutzmaßnahmen beim Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen, welche eine Untergruppe der „Arbeitsmittel“ darstellen, eingeführt.

Die Ergebnisse der explosionsschutzrelevanten Gefährdungsbeurteilung sowie die daraus abzuleitenden Schutzmaßnahmen fließen in ein Explosionsschutzkonzept ein, das in einem Explosionsschutzdokument gemäß Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) beschrieben wird. Aus dem Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung sind Schutzmaßnahmen abzuleiten und Art und Umfang der erforderlichen Prüfungen sowie die Fristen der wiederkehrenden Prüfungen durch den Arbeitgeber festzulegen.

Explosionsschutz in verfahrenstechnischen Anlagen: Die IFF berät und unterstützt Sie bei den Arbeitgeberpflichten zum Staub-Explosionsschutz

Die langjährige Sachverständigenkompetenz der IFF verhilft Ihnen zur rechtskonformen Umsetzung der Anforderungen an den Explosionsschutz gemäß Gefahrstoff- und Betriebssicherheitsverordnung.

Wir bieten

  • Erarbeitung von Zündquellenanalysen zur Ausweisung der ATEX-Gerätekategorie gemäß Richtlinie 2014/34/EU sowie zur Ableitung von Maßnahmen beim Betrieb von Altgeräten, die vor dem 01.06.2003 in Betrieb genommen wurde
  • Durchführung systematischer Gefährdungsbeurteilungen, Ableitung von Maßnahmen und Erstellung des Explosionsschutzdokumentes
  • Unterstützung bei der Planung von Neuanlagen
  • Prüfung auf Explosionssicherheit gemäß BetrSichV Anhang 2 Abschnitt 3 Nr. 4.1 und 5.1

Immissionsschutz – Sicherheit von genehmigungsbedürftigen Anlagen

Zur Gewährleistung der Sicherheit von genehmigungsbedürftigen Anlagen kann die für den Immissionsschutz zuständige Behörde gemäß § 29b BImSchG anordnen, dass sicherheitstechnische Prüfungen sowie Prüfungen sicherheitstechnischer Unterlagen durchzuführen sind. Diese Prüfungen können zu bestimmten Zeitpunkten (z. B. vor der Inbetriebnahme) oder zu bestimmten Anlässen (z. B. im Rahmen einer Kapazitätserhöhung sowie bei wesentlichen Änderungen) erforderlich werden. Die Prüfungen sind durch Sachverständige durchzuführen, die für diese Prüfungen bekannt gegeben sind.

Wir bieten Ihnen sicherheitstechnische Prüfungen und Unterstützung in den Fachgebieten

  • Verfahrenstechnische Prozessführung und Auslegung von Anlagen oder Anlagenteilen,
  • Beherrschung von Störungen des bestimmungsgemäßen Betriebes beispielsweise Projektierung, Anlagenplanung,
  • Erstellung oder Prüfung von Anlageschutzkonzepten (z. B. Brandschutz, Explosionsschutz, MSR/PLT),
  • Systematische Methoden der Gefahrenanalyse,
  • Explosionsschutz,
  • Prüfung von speziellen Fachfragen zum Explosionsschutz

von folgenden Anlagen gemäß 4. BImSchV:

7.9 Anlagen zur Herstellung von Futter- oder Düngemitteln oder technischen Fetten aus den Schlachtnebenprodukten Knochen, Tierhaare, Federn, Hörner, Klauen oder Blut

7.17 Anlagen zur Aufbereitung, Verarbeitung, Lagerung oder zum Umschlag von Fischmehl oder Fischöl

7.21 Anlagen zum Mahlen von Nahrungsmitteln, Futtermitteln oder ähnlichen nicht als Nahrungs- oder Futtermittel bestimmten pflanzlichen Stoffen (Mühlen) mit einer Produktionskapazität von 300 Tonnen Fertigerzeugnissen oder mehr je Tag oder 600 Tonnen Fertigerzeugnissen oder mehr je Tag, sofern die Anlage an nicht mehr als 90 aufeinander folgenden Tagen im Jahr in Betrieb ist;

7.34 Anlagen zur Herstellung von sonstigen Nahrungs- oder Futtermittelerzeugnissen